Frankreich Urlaub – Der ultimative Guide für Genießer, Entdecker und Neugierige
Entdecken Sie die Magie Frankreichs: Von der Eiffelturm-Romantik in Paris über die malerischen Weinberge der Provence bis hin zu den historischen Schlössern der Loire - mein Blog nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise durch Kultur, Kulinarik, Geschichte und moderne Lebensart eines der vielfältigsten Länder Europas.
Eckis Reisetagebuch, neue Folge – Honfleur in der Normandie ist Eckis erklärter Lieblingsort. Er hat mir alles per WhatsApp erzählt. Ich war noch nicht mal aufgestanden.
Honfleur Normandie – kaum ein Ort in Nordfrankreich zieht Reisende so in seinen Bann wie diese kleine Hafenstadt mit rund 7.000 Einwohnern. Kopfsteinpflaster, schiefe Fachwerkhäuser, ein malerischer alter Hafen und die größte Holzkirche Frankreichs: Ecki hat mir die Honfleur Sehenswürdigkeiten direkt vom Kopfsteinpflaster aus per WhatsApp beschrieben – und ich konnte kaum aufhören zu lesen.
Ich lag noch im Bett, als mein Handy vibrierte. Ecki. Klar, wer sonst. Der ist schon seit Wochen mit seinem Wohnmobil in Frankreich unterwegs – Normandie, Küste, irgendwo zwischen Hafen und Horizont. Ich bekomme seine Abenteuer aus erster Hand: direkt per WhatsApp, manchmal mit Tippfehlern, immer mit echter Begeisterung.
Für mich von frankreich.pro ist das natürlich ein Segen. Ich muss nicht selbst fahren – Ecki fährt, und ich darf mitlesen. Und diesmal hatte er etwas ganz Besonderes zu berichten: seinen absoluten Lieblingsort in der Normandie.
Wer Eckis Reise von Anfang an verfolgt hat, findet hier alle bisherigen Etappen:
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| Impresionen von Honfleur |
Honfleur Normandie – ich kannte den Namen, hatte Bilder gesehen, aber Eckis Begeisterung ließ mich sofort aufrecht sitzen. Rund 7.000 Einwohner, gelegen genau dort, wo die Seine in den Ärmelkanal mündet. Auf der anderen Seite des Flussmunds thront Le Havre, der zweitgrößte Hafen Frankreichs. Honfleur ist das genaue Gegenteil: kein Containerterminal, keine Hochhäuser. Stattdessen Kopfsteinpflaster, schiefe Fachwerkhäuser und enge Gassen, in denen du denkst, du bist in ein Gemälde des 17. Jahrhunderts hineingetreten.
Ecki bringt es auf den Punkt: „Überall Kopfsteinpflaster, schief, eng und fast nur Fachwerkhäuser." Und er fügt hinzu, mit einem Schmunzeln, das ich auch per Text spüre: „Sehr viele Häuser sind absturzgefährdet." Honfleur hat seinen mittelalterlichen Charakter bis heute bewahrt – manchmal bis an die Grenzen des Statisch-Vertretbaren.
Der Vieux Bassin – der alte Hafen von Honfleur – ist das Herzstück der Stadt und eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der ganzen Normandie. Rundum stehen hohe, schmale Häuser, fünf, sechs Stockwerke, alle leicht unterschiedlich, Schieferplatten an den Fassaden. Es ist genau diese Silhouette, die jeden Maler und Fotografen in den Bann zieht. Ecki vergleicht den Vieux Bassin mit Amsterdam – und das ist gar nicht weit hergeholt: dieselbe Dichte, dieselbe Spiegelung im Wasser, dasselbe Gefühl, dass die Stadt aus dem Hafen herausgewachsen ist.
Früher war Honfleur ein bedeutender Fischereihafen – und Startpunkt für die Neue Welt. Im 17. Jahrhundert stach Samuel de Champlain von hier in Richtung Kanada in See. Eine Weltgeschichte, die man dem beschaulichen Städtchen heute kaum noch ansieht.
Die Église Sainte-Catherine in Honfleur ist wohl das ungewöhnlichste Gotteshaus in ganz Frankreich – und eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Normandie. Die größte Holzkirche Frankreichs, vollständig aus Eichenholz erbaut, im 15. Jahrhundert, von Schiffszimmerleuten. Wer sich auskennt, sieht es sofort: Die Konstruktion erinnert an einen umgekehrten Schiffsrumpf.
Zwei Kirchenschiffe stehen nebeneinander, was der Kirche Sainte-Catherine eine breite, fast merkwürdig niedrige Silhouette gibt. Und dann, rund 25 Meter entfernt, steht der Glockenturm – allein, freistehend, ebenfalls aus Holz. Keine Spielerei: Der Turm sollte die Kirche vor Blitzeinschlägen schützen. Seit 1879 stehen beide Bauten unter Denkmalschutz. Wer Honfleur besucht und die Sainte-Catherine nicht gesehen hat, hat Honfleur nicht gesehen.
Rund um den Place Sainte-Catherine findest du gepflasterte Gassen, alte Reederhäuser – und jeden Samstagvormittag einen Wochenmarkt mit Calvados, Cidre und dem regionalen Käse Pont l'Évêque. Das Viertel hat seine mittelalterliche Architektur vollständig bewahrt.
Eugène Boudin – für viele klingt der Name weniger vertraut als Claude Monet. Dabei war es genau dieser Mann aus Honfleur, der Monet überhaupt erst zur Malerei im Freien brachte. Boudin wurde 1824 hier geboren, malte die Lichtspiele am Vieux Bassin und an der Küste der Normandie, lange bevor der Begriff „Impressionismus" überhaupt existierte. Er ist der Vorreiter, der Lehrer, der stille Held – und sein Geburtsort Honfleur ist ihm bis heute dankbar.
Das Musée Eugène Boudin in Honfleur beherbergt Werke von ihm und vielen anderen Künstlern. Und in den Gassen rund um den Hafen findest du bis heute Galerien, Ateliers, Kunstläden – Honfleur Normandie lebt diese Tradition weiter. Kein Museum-Städtchen auf vergangener Größe, sondern ein lebendiger Ort für Kunst und Handwerk.
Nur noch einen Tag. Ecki ist kein Mensch, der irgendwo festklebt – er zieht weiter. Nächste Station: die Opalküste, auf Französisch Côte d'Opale. Vorbei an Le Havre, nordwärts, bis zu den weißen Kreidefelsen, die aus dem Meer ragen wie Kathedralen.
Étretat ist dort das bekannteste Ziel – ein Ort, den Monet mehrfach besucht und gemalt hat. Die Steilküste, die Bögen aus Kreide, das Grün der Felder direkt an der Kante – das alles hat Generationen von Künstlern fasziniert. Und jetzt Ecki. Ich bin gespannt, was er schickt, wenn er dort ankommt.
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