Frankreich Urlaub – Der ultimative Guide für Genießer, Entdecker und Neugierige
Entdecken Sie die Magie Frankreichs: Von der Eiffelturm-Romantik in Paris über die malerischen Weinberge der Provence bis hin zu den historischen Schlössern der Loire - mein Blog nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise durch Kultur, Kulinarik, Geschichte und moderne Lebensart eines der vielfältigsten Länder Europas.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
Lesezeit: ca. 7 Minuten
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| Die Reise mit Ecki durch Frankreich geht weiter. Hier ein Bild von Ecki in der Normandie |
Ecki hat sich wieder gemeldet. Sein Wohnmobil steht diesmal in Caen, der Hauptstadt der Normandie und des Departements Calvados. Wer seine bisherige Reise verfolgt hat – von Karlsruhe über Nancy, Chablis und Orléans bis in die Normandie – weiß, dass Ecki kein Typ ist, der sich von Sehenswürdigkeitslisten leiten lässt. Er fährt, schaut, redet mit Leuten. Und meldet sich, wenn ihn etwas wirklich beschäftigt.
Caen hat ihn beschäftigt.
Seine ersten Worte: „11. Jahrhundert, aber im Zweiten Weltkrieg fast zerstört." Das sagt eigentlich alles – und erklärt gleichzeitig, warum diese Stadt so ein seltsames Doppelgefühl hinterlässt. Du stehst vor einer riesigen mittelalterlichen Burganlage und weißt, dass drumherum vor gut 80 Jahren fast nichts mehr stand.
Wer Eckis Reise bisher noch nicht kennt, findet hier die früheren Etappen:
Die Burganlage in Caen ist nicht das, was man unter einem „mittelalterlichen Schloss" versteht. Kein romantisches Gemäuer, kein Tor mit Zugbrücke für Touristenfotos. Es ist eine ernsthafte Festung – ausladende Mauern, massive Türme, ein Gelände, auf dem du dich orientieren musst. Wilhelm ließ sie im 11. Jahrhundert errichten, als Caen noch seine bevorzugte Residenzstadt war.
Wer war dieser Wilhelm? Herzog der Normandie, später König von England – bekannt als Wilhelm der Eroberer. 1066 setzte er mit seiner Armee nach England über, besiegte König Harold II. in der Schlacht von Hastings und veränderte damit die englische Geschichte dauerhafter als alles, was danach noch kam. Caen war dabei sein Stützpunkt, sein politisches Zentrum auf dem Festland. Hier ließ er nicht nur die Burg bauen, sondern auch zwei Klöster – das Abbaye aux Hommes und das Abbaye aux Dames – die bis heute stehen. Die Burg ist heute eine der meistbesuchten Caen-Sehenswürdigkeiten und kostenlos zugänglich.
Ecki hat die Burg erwähnt, aber nicht lang bei ihr verweilt. Der Typ schaut kurz, lässt es sacken und geht weiter. Was ihn wirklich interessiert hat, war das, was am Fuß der Burgmauern liegt.
„Heute Kopfsteinpflaster und Gastronomie. Wunderschön." – das war Eckis Urteil über Vaugueux. Kurz, aber treffend.
Vaugueux ist ein kleines Fachwerkquartier, das sich direkt unterhalb der Burganlage schmiegt. Die Häuser sind alt, die Gassen eng, der Boden uneben. Es ist das älteste erhaltene Viertel Caens und – das ist das Bemerkenswerte – es hat den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden, während der Rest der Stadt in Schutt und Asche fiel. Warum genau, darüber streiten die Historiker noch. Zufall, strategisches Desinteresse, Feuerpause – niemand weiß es mit Sicherheit.
Heute ist Vaugueux das, was Altstadtviertel in Frankreich oft werden, wenn sie überleben: ein Ort für gutes Essen und abendliche Spaziergänge. Ecki hat dort im Le Bouchon gegessen – eines der Restaurants, die das Viertel prägen. Normännische Küche, kein Touristenbetrieb, die Art von Lokal, in der die Tische nah beieinander stehen und die Leute an den Nachbartischen Französisch reden. Die Restaurants hier reichen von klassischer normännischer Küche mit Cidre und Camembert bis zu zeitgenössischen Bistros. Wer nicht in ein Restaurant will, setzt sich mit einem Glas Calvados auf eine der Terrassen und schaut dem Kopfsteinpflaster beim Glänzen zu, wenn der Abend feucht wird. Das passiert in der Normandie öfter, als man denkt.
Für Wohnmobilurlauber wie Ecki ist Vaugueux der Abend-Programmpunkt – kein Museum, keine Eintrittsgebühr, kein Audioguide. Einfach laufen, essen, trinken.
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| Ein Besuch in Le Bouchon Du Vaugueux darf auch nicht fehlen |
Man kann Caen nicht besuchen, ohne über den Sommer 1944 nachzudenken. Die Stadt war nach der Landung in der Normandie am 6. Juni eines der zentralen militärischen Ziele der Alliierten – und wurde dabei fast vollständig zerstört. Wochenlange Kämpfe, massive Luftangriffe, Artilleriebeschuss. Zehntausende Einwohner flohen in die umliegenden Dörfer oder in die Steinbrüche außerhalb der Stadt.
Was heute Caen ist, wurde nach dem Krieg neu gebaut – und das sieht man. Wer die breiten, geradlinigen Straßen des Stadtzentrums entlangläuft, wer die Architektur der 1950er- und 1960er-Jahre in ihrer funktionalen Nüchternheit betrachtet, der spürt, dass hier nicht gewachsen, sondern geplant wurde. Das ist kein Vorwurf – es ist eine Tatsache, die Caen von anderen normannischen Städten unterscheidet.
Das Mémorial de Caen, das nationale Kriegsmuseum und Gedenkzentrum, ist heute eine der wichtigsten Einrichtungen dieser Art in Europa. Es liegt außerhalb des Zentrums, in ruhiger Umgebung – und genau dort hat Ecki seinen Wohnmobil-Stellplatz gefunden.
„Klein, sauber, an der nationalen Kriegsgedenkstätte", hat Ecki beschrieben. Wer einen Caen Wohnmobil-Stellplatz sucht, findet hier eine der unkompliziertesten Optionen der Stadt – direkt neben dem Mémorial de Caen, einem der bedeutendsten Kriegsmuseen Europas. Mehr braucht es manchmal nicht. Ein Stellplatz, der funktioniert, der keine Überraschungen liefert, der nachts ruhig ist – das ist für Wohnmobilfahrer oft mehr wert als jede Ausstattungsliste.
Die Lage hat einen praktischen Vorteil und eine kleine Einschränkung. Der Vorteil: Das Mémorial de Caen ist direkt nebenan. Wer das Museum besuchen will – und das lohnt sich, auch wenn man schon einige Gedenkstätten in der Normandie gesehen hat – spart sich jede Anfahrt. Die Einschränkung: Ins historische Zentrum sind es zu Fuß etwa 30 Minuten. Ecki geht durch einen Park, was angenehm klingt, aber bei normannischem Wetter auch nass werden kann.
Die Alternative: Buslinie 2. Verbindet den Stellplatz mit der Innenstadt, funktioniert laut Ecki zuverlässig. Wer also abends in Vaugueux essen und dabei ein Glas Calvados trinken will, ohne danach 30 Minuten durch den Regen zu laufen, nimmt den Bus.
Für alle, die Eckis gesamte Normandie-Route nachfahren wollen: Caen eignet sich gut als Basislager für zwei bis drei Nächte. Die D-Day-Strände sind von hier in 20 bis 40 Minuten erreichbar, Bayeux mit seinem berühmten Teppich liegt 30 Kilometer westlich, und die normannische Landschaft mit ihren Apfelgärten beginnt praktisch vor der Stadtgrenze.
Was ist das Besondere an Caen in der Normandie?
Caen ist die Hauptstadt der Normandie und des Departements Calvados. Die Stadt wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört, hat aber mit der Burg Wilhelms des Eroberers und dem Vaugueux-Viertel zwei der schönsten historischen Substanzen der Region bewahrt. Dazu kommt das Mémorial de Caen als eines der bedeutendsten Kriegsmuseen Europas.
Was ist das Viertel Vaugueux in Caen?
Vaugueux ist das älteste erhaltene Stadtviertel Caens – ein kleines Fachwerkquartier mit Kopfsteinpflaster direkt unterhalb der mittelalterlichen Burganlage. Es hat den Krieg weitgehend überstanden und ist heute für seine Restaurants und seine entspannte Atmosphäre bekannt.
Gibt es Wohnmobil-Stellplätze in Caen?
Ja. Ein sauberer und ruhiger Stellplatz liegt an der nationalen Kriegsgedenkstätte, dem Mémorial de Caen. Die Innenstadt ist zu Fuß in etwa 30 Minuten durch einen Park erreichbar oder bequem mit der Buslinie 2.
Was hat Wilhelm der Eroberer mit Caen zu tun?
Wilhelm der Eroberer, Herzog der Normandie und nach 1066 König von England, ließ im 11. Jahrhundert die große Burganlage in Caen errichten. Die Stadt war eine seiner wichtigsten Residenzen. Bis heute sind auch die beiden von ihm gestifteten Klöster – Abbaye aux Hommes und Abbaye aux Dames – erhalten.
Wie war Caen im Zweiten Weltkrieg betroffen?
Caen wurde im Sommer 1944 bei den Kämpfen nach der Landung in der Normandie nahezu vollständig zerstört. Die wochenlangen Gefechte zwischen alliierten und deutschen Truppen machten die Stadt zu einem der am schwersten getroffenen urbanen Gebiete des Krieges in Frankreich.
Wie kommt man von Caen aus weiter in die Normandie?
Von Caen aus sind die D-Day-Strände (Omaha Beach, Gold Beach, Sword Beach) in 20 bis 40 Minuten mit dem Auto erreichbar. Bayeux mit dem berühmten Wandteppich liegt rund 30 Kilometer westlich. Das Mémorial de Caen bietet auch organisierte Touren zu den Gedenkstätten an.
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Caen ist keine Stadt, die sofort gefällt. Sie ist zu breit, zu geplant, zu sehr Nachkriegsarchitektur, um auf Anhieb zu begeistern. Aber wenn du genau hinschaust – auf die Burg, auf Vaugueux, auf das, was der Krieg übrig gelassen hat und was die Menschen danach daraus gemacht haben – dann bekommst du ein Bild von der Normandie, das tiefer geht als Strandfotos und D-Day-Tourismus.
Ecki hat das in drei Sätzen gesagt. Manchmal reicht das.
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