Frankreich Urlaub – Der ultimative Guide für Genießer, Entdecker und Neugierige
Entdecken Sie die Magie Frankreichs: Von der Eiffelturm-Romantik in Paris über die malerischen Weinberge der Provence bis hin zu den historischen Schlössern der Loire - mein Blog nimmt Sie mit auf eine faszinierende Reise durch Kultur, Kulinarik, Geschichte und moderne Lebensart eines der vielfältigsten Länder Europas.
Lesezeit: ca. 9 Minuten
Vor ein paar Tagen startete Ecki mit dem Wohnmobil in Karlsruhe. Erste Station: Nancy. Danach ging es durch die langen Waldstrecken Lothringens weiter nach Chablis, wo fast jedes zweite Haus irgendwie mit Wein zu tun hat. Jetzt steht das Wohnmobil an der Loire. Orléans. Eine Stadt, die deutlich größer wirkt als Chablis, geschäftiger, aber gleichzeitig ruhiger als viele andere französische Städte dieser Größe.
Ecki parkt etwas außerhalb direkt am Fluss. Dann holt er das Moped aus der Garage des Wohnmobils und fährt Richtung Altstadt. Dort taucht sie plötzlich zwischen den Häusern auf: die Katedrale von Orléans. Keine Kulisse wie aus einem Freizeitpark. Eher ein Bauwerk, das die Stadt seit Jahrhunderten zusammenhält.
Die Reise entwickelt sich langsam. Genau das macht sie interessant. Keine 900-Kilometer-Etappen auf der Autobahn, sondern kleine Straßen, Wälder, Dörfer und spontane Stopps. Nach dem Aufenthalt in Nancy mit dem Wohnmobil ging es weiter nach Chablis. Dort drehte sich fast alles um Chardonnay, Weinpreise und internationale Besucher.
Jetzt verändert sich die Landschaft erneut. Hinter Burgund werden die Straßen flacher, die Dörfer weiter auseinandergezogen. Rund um Orléans fallen vor allem die vielen alten Herrenhäuser und Schlösser auf. Viele davon stehen nicht abgesperrt hinter hohen Mauern, sondern direkt neben Landstraßen.
Ecki sagt unterwegs: „Hier sieht jedes zweite Dorf aus, als hätte jemand aufgehört, die Zeit weiterzudrehen.“
Wer zum ersten Mal durch die Altstadt von Orléans läuft, merkt schnell: Die Katedrale dominiert alles. Die Straßen führen fast automatisch auf sie zu. Cafés, kleine Plätze, Straßenbahnen – vieles wirkt modernisiert. Doch dann steht man plötzlich vor dieser gewaltigen Fassade.
Die beiden Türme ragen über die Dächer der Stadt. Kein Pomp, kein Gold. Viel Stein, klare Linien, gotische Strenge.
Ecki lehnt sein Moped an einer Seitenstraße ab und bleibt erstmal einfach stehen. Touristen machen Fotos. Schülergruppen laufen vorbei. Vor den Stufen sitzt ein Mann mit einem belegten Baguette und schaut auf sein Handy.
Das Interessante an der Katedrale von Orléans ist nicht nur ihre Größe. Es ist die Art, wie sie im Alltag der Stadt steht. Nicht abgeschnitten vom Leben, sondern mittendrin.
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| Katedrale Sainte-Croix am Tag |
Name: Cathédrale Sainte-Croix d’Orléans
Ort: Zentrum von Orléans, Loiretal
Baustil: Gotik
Baubeginn: 1601 (auf älteren Fundamenten)
Fertigstellung: 1829
Besonderheit: enge Verbindung zu Jeanne d’Arc
Höhe der Türme: rund 88 Meter
Die Kathedrale steht genau auf der Achse der Altstadt. Das merkt man sofort. Viele Straßen scheinen direkt auf sie ausgerichtet zu sein.
Die heutige Katedrale ist nicht die erste Kirche an dieser Stelle. Bereits im Mittelalter stand hier ein religiöses Zentrum. Während der Religionskriege im 16. Jahrhundert wurde die alte Kirche jedoch schwer beschädigt und teilweise zerstört.
Der Neubau begann Anfang des 17. Jahrhunderts. Doch wie so oft bei großen Kirchenprojekten dauerte alles deutlich länger als geplant. Kriege, Geldprobleme und politische Krisen verzögerten den Bau immer wieder.
Interessant ist dabei, dass die Kathedrale zwar relativ „jung“ wirkt im Vergleich zu Notre-Dame in Paris, architektonisch aber bewusst an die klassische französische Gotik anknüpft.
Im Inneren fällt vor allem das Licht auf. Die Fenster zeigen Szenen rund um Jeanne d’Arc und die Geschichte der Stadt. Gegen Nachmittag entsteht dort eine fast ruhige Atmosphäre. Keine riesigen Touristengruppen wie in Paris. Menschen sitzen still auf den Holzbänken oder laufen langsam durch das Kirchenschiff.
Ecki meint später: „Hier hat man nicht das Gefühl, dass alles nur für Besucher gebaut wurde.“
Genau das macht die Katedrale interessant. Sie wirkt nicht wie ein Museum. Eher wie ein Teil des täglichen Lebens.
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| Im Inneren der Katedrale von Orleans |
Orléans ist ohne Jeanne d’Arc kaum denkbar. Ihr Name taucht überall auf: Straßenschilder, Plätze, Cafés, Denkmäler.
Im Jahr 1429 spielte die junge Französin eine zentrale Rolle bei der Befreiung der Stadt während des Hundertjährigen Kriegs gegen England. Die Belagerung von Orléans galt damals als entscheidender Moment. Hätte die Stadt verloren, hätte sich die Geschichte Frankreichs vermutlich anders entwickelt.
Jeanne d’Arc wurde später zur Symbolfigur Frankreichs. In Orléans bleibt sie aber mehr als nur ein historischer Name. Die Stadt identifiziert sich bis heute stark mit ihr.
Rund um die Kathedrale finden sich immer wieder Hinweise auf diese Geschichte. Fensterbilder zeigen ihre Kämpfe. Auf dem großen Place du Martroi steht ihre Reiterstatue mitten im Verkehr der modernen Stadt.
Wer die Geschichte verstehen will, sollte nicht nur die Kathedrale anschauen, sondern auch die Umgebung. Die Stadt erzählt ihre Vergangenheit offen und ohne große Inszenierung.
Die Loire und ihre Städte erklärt übrigens gut, warum Orléans historisch so wichtig war.
Orléans wirkt anders als viele touristische Städte in Frankreich. Weniger geschniegelt. Weniger Kulisse.
Am Nachmittag sitzen Studenten am Loire-Ufer. Straßenbahnen fahren durch die Innenstadt. In kleinen Seitenstraßen hängen Wäscheständer aus den Fenstern.
Ecki fährt mit dem Moped kreuz und quer durch die Stadt. Später erzählt er von einer kleinen Bar direkt am Fluss. Bierpreis: zehn Euro. Selbst am simplen Kiosk.
„Frankreich ist manchmal echt speziell mit Preisen“, sagt er und grinst.
Trotzdem bleibt der Eindruck positiv. Gerade weil Orléans nicht versucht, sich perfekt zu verkaufen.
Wohnmobil durch Frankreich zeigt übrigens weitere Stationen der Reise.
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| Mit dem Moped lässt dich Orleans erkunden |
Beste Tageszeit:
Am frühen Morgen oder gegen Abend ist rund um die Kathedrale deutlich weniger los.
Parken mit Wohnmobil:
Direkt im Zentrum schwierig. Besser außerhalb parken und mit Fahrrad oder Roller hinein.
Besuchsdauer:
Für Kathedrale und Altstadt reichen etwa zwei bis drei Stunden. Wer Museen besuchen möchte, sollte mehr Zeit einplanen.
Loire-Ufer:
Besonders am Abend angenehm für einen Spaziergang.
Restaurants:
Direkt an touristischen Plätzen oft deutlich teurer als wenige Straßen weiter.
Die Kirche trägt den offiziellen Namen Cathédrale Sainte-Croix d’Orléans.
Ja, der Eintritt ist normalerweise kostenlos.
Sie führte französische Truppen während der Belagerung von Orléans an und wurde dadurch zur historischen Symbolfigur.
Ja. Vor allem wegen der Loire, der Altstadt und der guten Lage Richtung Atlantik oder Normandie.
Ein voller Tag reicht für Kathedrale, Altstadt und Loire-Ufer gut aus.
Weiterlesen im Blog-Netzwerk:
Die Katedrale von Orléans ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit. Sie erzählt viel über Frankreich selbst. Über Kriege, Religion, nationale Symbole und darüber, wie Geschichte bis heute in Städten weiterlebt.
Für Ecki ist Orléans bisher einer der interessantesten Stopps der Reise. Nicht wegen spektakulärer Attraktionen, sondern wegen dieser Mischung aus Alltag und Vergangenheit. Genau deshalb bleibt die Stadt hängen.
Von hier geht es bald weiter Richtung Normandie.
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